Zum Wort des Jahres: “Finanzkrise”

Wahrscheinlich ist zum Thema längst alles gesagt: Die Finanzkrise ist Spitze! Ganz vorn auf der Beliebtheitsskala der journalistischen Schlagworte 2008. Ich mag das Wort nicht, weil es nicht beschreibt, was wirklich passiert ist.

© Gert Altmann / PIXELIO

Denn eigentlich erleben wir nur das Ende eines globalen Kettenbriefes. Er lautete sinngemäß so: „Sende dieses Zinsversprechen an 100 deiner Freunde und Bekannten, Geschäftspartner und Familienmitglieder. Wenn genügend Leute darauf herein fallen, wirst du sehr schnell sehr sehr reich werden.“

Die wichtigsten Fragen zur „Finanzkrise“ bleiben unbeantwortet:

  • Wie konnten so viele auf das einfache Prinzip Kettenbrief herein fallen?
  • Wer hat den Kettenbrief eigentlich initiiert?
  • Ist die Kette wirklich durchbrochen oder sind schon neue im Umlauf?
  • Und heißen sie jetzt vielleicht „Rettungspaket“?
Ich musste mich an ein Seminar zur Globalisierung an der SDA Bocconi in Mailand erinnern. Da gab es viel komplizierte Ökonomie aber auch den Hinweis auf einen einfachen Zusammenhang: Zinsen sind der Preis des Geldes. Dieser Preis richtet sich grundlegend nach Angebot und Nachfrage. In einer globalisierten Finanzwelt ist das Zinssaldo aber immer Null, denn Geld lässt sich nur in dem Maße verleihen (also verzinsen) wie es auch geliehen wird. Einfach mal drüber nachdenken zum Jahreswechsel …

… und diesen Beitrag an hundert Freunde weiterleiten… 😉

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